Auster von Eisenach

Muskowit von Ruhla

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Letzte Änderung:

01.07.2010

Bergbau04

Steinbruch Etterwinden

Bergbau04
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Aktuelle Situation im Steinbruch Etterwinden im Juni 2010. Mein Standort ist der mittlere Steinbruch und der Blick schweift über die wilde Abbauperiode des A4-Projektes hinüber zur Nordwand.

Vorab eine wichtige Information

Dieser Steinbruch ist in Besitz der Firma:

Adresse:

Beisheim Helmut GmbH & Co. KG Sped. Kies - Sand - Schotterwerke

Hersfelder Str. 37 ; 36179 Bebra

Kontakt:

Telefon: +49 (6622) 92530 /Fax: +49 (6622) 925333

Das Betreten des privaten Geländes ist ohne Erlaubnis der Firma streng verboten. !!

1. Zur Geologie des Steinbruchs

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Handgezeichnete geologische Karte von der Umgebung des Steinbruchs.

1. Alter Bruch , ungenutzt

2. sog. Eisenbergbruch (E.b.b.) oder einfach nur Steinbruch von Etterwinden.

Der Schillwand-Steinbruch wird zu Teil noch genutzt!

 

Seit 1985 verfolge ich die Geschichte des Steinbruches. Eine, wie ich heute sagen würde, hochinteressante und stets neu erzählende Geschichte. In der Zusammenfassung kann ich heute folgendes sagen: Im späten Karbon- Zeitalter (ca. 295 Mill.J.)drang eine Art Restschmelze des Ruhlaer Granit`s in eine fast N-S gerichtete Spalte des Ruhlaer Kristallin ein und machte sich hier in der Tiefe einfach Platz. Dabei nahm es auch Schollen und Fragmente des Glimmerschiefers mit. Nach der Abkühlung wurden einige Spalten des sog. Mikrosyenogranits (Mikrogranit) von einen dunklen Ganggestein gefüllt.

Meine Erforschung des Bruches, seid nun 25 Jahren, brachte neben unzähligen Fotos und Notizen auch die Erkenntnis, bis heute 5 verschiedene Gangarten oder Mineraliesationsfolgen fest gestellt zu haben.

1. Abfolge: Quarz - Hämatit-Gangart

+ Vorphase im Kristallin von Ruhlaer und Brotterode bei der allgemeinen Abfolge. + Typische Ausbildung von kryptokristallinen Quarz bis zu millimetergroßen Kristallen    + Hauptsächlich N -NNE zu S - SSW Streichen + Vom Quarz konnte einerseits weiß/grauer Jaspis beobachtet und andererseits rot/brauner Gangachat festgestellt werden + Der Hämatit kommt zusammen mit den kleinen Quarzkristallen vor und bildet hier meist kleine Eisenrosen. Derbe Gangstücke mit hochglänzenden  Kristalldrusen gab es bis jetzt nur einmal.

2. Abfolge: Quarz - Baryt - Gangart

+ 2.Abfolge  nach Schröders Arbeit über Fluß-und Schwerspatmineralisation des Th.Waldes + Hauptmerkmal: Quarz xx mit weißen tafligen Baryt bis zu 1cm. + Nebenbei ein wenig Hämatit + NE - SW Streichen

3. Abfolge: Reine Sideritgänge

+ Lose verteilt im Kersantit oder in unmittelbarer Nähe dieser! + Wie so ein Nachschub. + Braune mittelspätige Adern und Zwickeln bis zu 3- 4cm dicke. + Innerhalb dieser treten die ersten Calcitdrusen auf . (1.Generation ) + Kleine Hämatitnester können auch auftreten

4. Abfolge: Gemischte Gänge

+ Enthalten neben Siderit ( hier heller), Calcit, Quarz und etwas Chalkopyrit + Der Siderit bildet auch hier keine Kristalle , der Calcit kommt in bis zu 3cm großen und der Quarz in bis 1cm großen Kristallen. + Übergangszone zu reinen Calcitgängen   + Seitentrum ist möglich + Seit 2001 sind diese nicht wieder aufgetaucht!

5. Abfolge: Reine Calcit-Gänge 

 + 3. Abfolge nach Schröder, wie im ganzen nordwestlichen Th.Wald + Massiger gobspätiger weiß-grauer Calcit mit nesterartigen Chalkopyrit + Auftreten in allen möglichen Streichrichtungen. + Von 1cm bis 15cm Gangstärke   + Wenige mit Mn-Fe -Mulm versetzte Kavernen + Chalkopyrit konnte schon in bis zu 10 cm großen Nestern beobachtet werden.  + Selten sind es langaushaltende Gangzüge + Calcitkristalle sind hier interssanter Weise nur bis ca. 1cm gebildet wurden.

2. Die Minerale des Steinbruchs Etterwinden

Aus dem Inhalt der Fotogalerie:

Quarz; Eisenkiesel; Achat; Hämatit; Calcit; Chalkopyrit; Chrysokoll; Malachit von Etterwinden.

Alle abgebildeten Minerale stammen aus meiner Anfängerzeit der Mineralfotografie. Die Auflösung und Qualität sind deshalb nicht so gut! Aber besser man kann überhaupt was zeigen, als nur schriftliches zu interpretieren.Die Funde stammen alle aus der Blütezeit des Bruches um 2000/2001 herum.

Aktuelle Fundsituation:

Juni 2010: Neue Abbauarbeiten in der Nordseite des Bruches mit neuen Verhältnissen. Erste Funde zeigen einen rhyolithischen Mikrogranit mit vielen Lithophysen .In diesen sind Quarzkristalle von klarer und hochglänzender Beschaffenheit gut möglich. Im Schnitt sind diese aber nur 3-5mm Groß und werden nur selten 1cm. In den alten Bereichen sind noch Funde von Calcit(2-10mm)xx und Chalkopyrit(2-7mm)xx mit Malchit und Chrysokoll möglich.