kali

Auster von Eisenach

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Letzte Änderung:

20.12.2009

Bei uns in Thüringen gibt es 3 großräumige Salzbecken mit Kalisalzausbildung. Als erstes das Werra/ Fulda- Becken, worauf ich mich hier konzentrieren möchte und zweitens das zentrale Thüringer Becken und zu guter letzt das Südharzrevier. Über die Entstehung gibt es schon genügend Material hier im Web.! So das ich mich hier kurz fasse:

Die Salze gehören zu den Eindampfungsgesteinen, auch EVAPORITE genannt. Wird Meerwasser auf ca. 10% des ursprünglichen Volumens eingedampft, scheiden sich Salze aus.!

Zum Werra/ Fulda- Becken habe ich noch folgende Meinung:

+ Es kann mir keiner erzählen, alles stamme von der reinen Verdampfung ab????

+ Meiner Meinung nach ist auch vieles von dem umgebenden Land mit eingespült wurden.

+ Vorhandene alte Verwerfungen haben sicherlich viele hydrothermale Wässer mit hohen Salzgehalt gehabt.

 

1.) WERRA-FULDA BECKEN

1.1.) Geographische Lage

Im Allgemeinen liegt das Werra- Fulda- Becken zwischen Thüringen und Hessen. Der Thüringer Anteil des Kalilagers beginnt im Norden bei Gerstungen und bekommt seine größte Ausbreitung in der Linie Vacha- Bad Salzungen und “ verlässt” schon im Süden bei Geisa den Thüringer Raum. Der Hessische Anteil beginnt im Norden bei Wildeck- Hönebach und besitzt weiter südlich schon bei Philippsthal ca. 12km Gesamtbreite. Südwestlich im Raum Hünfeld bekommt es seine größte Mächtigkeit von ca. 15 km bevor es urplötzlich im Raum Fulda - Neuhof mit ca. 6km breite rundlich auskeilt wie eine Zunge.

1.2.) Geologischer Untergrund

NR

EPOCHE

GESTEIN

Mächtigkeit

1

Quartär

Kiese u.Sande

 bis 10m

2

Untere Bundsandstein

weiße u. rotbraune Sandsteine

rund 270m

3

Zechstein-4 Aller-Serie

Bröckelschiefer

bis 20m

4

Oberen Letten

bis 20m

5

Zechstein-3  Leine-Serie

Plattendolomit

20m

6

Unteren Letten

rund 20m

7

Zechstein -2 Staßfurt-Serie

Anhydrit

5m

8

Salzton

rund 10m

9

Zechstein -1

Werra-Serie

Obere Werrasteinsalz

“Gamma”

rund 100m

10

Kaliflöz Hessen

rund 60 m

Mittlere Werrasteinsalz

“Beta”

11

Kaliflöz Thüringen

rund 95 m

Untere Werrasteinsalz

“Alpha”

12

Anhydrit

3-6m

13

Zechsteinkalk

6-8m

14

Kupferschiefer

0,3-1m

15

Rotliegende

Konglomerat

 

Nr.

Typische Merkmale

1

Kiese und Sande der Ur-Werra; Hangschutt und Lehm u.s.w.

2

Rote, Graue und Weiße Sandsteine mit Wechsellagerung von Tonsteinlagen und stellenweise viel Glimmer!

3

Kleinbröckelig zerfallender feinkörniger hellroter Sandstein mit braunroten Letten

4

Braunrotes massiges Tongestein mit Knollen von Gips und oder Kalk

5

Grauer teils massiger , teils plattiger calcitischer Kalk der auch Kalkalgen und “Liebea”... enthalten kann

6

Graue und stellenweise auch rotbraune massige Tone und Letten(oft auch mit feinen Sandflaserlagen) und schon mit viel Gips/Anhydriteinschaltungen

7

Grauer feinkristalliner Anhydrit

8

Grauer Salzton

9

Obere Werrasteinsalz: Höchste Teil = Gamma2 - Tonflockensalze, keine Schichtung vorhanden, meist bräunlich,rot,orange und braunrot gefärbt

Untere Teil = Gamma1 - Graues u. Weißes Steinsalz, undeutlich gebankt,sogenannte Speisesalzbänke und Kalisalz führende Begleitflöze vorhanden

10

Mittlere Werrasteinsalz: ganz oben = Kalisalzflöz “Hessen” weißes/graues Hartsalz mit Sylvinit,Kieserit(Kainit)und Steinsalz

mitte = Beta2/3 = weißes bis graues Steinsalz

ganz unten= Beta1 = rötlichbraunes bis braunes Steinsalz

11

Untere Werrasteinsalz: ganz oben= Kalisalzflöz “Thüringen” braunrotesHartsalz mit helleren Bänkchen und dunklen Streifen

obere Teil= Alpha 3 = gelblich,bräunlich und rotes Steinsalz

untere Teil= Alpha 1/2 = weißes bis graues grobes Steinsalz

12

meist grauer Anhydritknotenschiefer mit 3 verschiedenen Ausbildungen und lagenweise dolomitisch

13

hell bis dunkelgrauer dichte meist mergeliger Kalkstein ohne Texturen, nur im oberen Teil beteht eine echte Dolomitbank

14

dunkelgrauer bis schwarzer bituminöser Schiefer

15

teils sandiger, teils konglomeratischer Aufbau des Oberrotliegenden

Alle Angaben zum Profil oben stellen ein ideales Vorkommen dar wie es sie in der Natur nur ganz selten gibt. Das soll heißen: Im gesamten Werra- Fulda - Becken gibt es starke Abweichungen durch:

1.) Schwellen und Becken, die zur Zeit des Zechsteinmeeres schon vorhanden waren

2.)Spätere Beeinflussung aller Art vom Basaltvulkanismus

3. ) Natürliche Umwandlungen des Salzes durch Grundwasser und oder Laugen

1.3) Salzgesteine und Kalisalze

A

C

H

K

L

P

S

U

Anhydrit

Ausbruchs-Sylvinit

Carnallit

Carnallitit

Hartsalz

Kieserit

Kieserit mit Sylvin

Kieserit mit Sylvinit und Halit

Kontakt Basalt

Langbeinit

Polyhalit

Polyhalit mit Rinneit

Schwefel

Steinsalz

Sylvin mit Steinsalwürfel

Sylvinit

Sylvinit mit Steinsalz

Sylvinit mit Carnallit

Sylvinitisches Carnallit

Umwandlungssalze

A
C
H
K
L
P
S
U

Anhydrit

Ausbruchs-Sylvinit

Carnallit

Carnallitit

Hartsalz

Kieserit

Kieserit mit Sylvin

Kontakt: Kieserit mit Sylvin+Halit

Kontakt mit Basalt

Langbeinit

Polyhalit

Polyhalit mit Rinneit

Schwefel

Steinsalz

Sylvin mit Haliteinschluss

Sylvinit

Sylvinit mit Steinsalzkristallen

Sylvinit mit Carnallit

Sylvinitisches Carnallit

Umwandlungssalze

A1

AS1

C1

C5

H1

K1

K3

K6

K11

KB1

KB6

L1

P3

P1

Sch1

ST1

S10

S5

S1

S7

C3

U1

U6

U11

U16

A2

AS2

C2

C6

H2

K2

K4

K7

K12

KB2

KB7

L2

P4

P2

Sch2

ST2

S11

S6

S2

S8

C4

U2

U7

U12

U17

AS3

AS4

C7

C8

K5

K8

K13

KB3

K9

K14

KB4

K10

KB5

P5

P6

P7

ST3

S12

S3

S9

S4

U3

U8

U13

U4

U9

U14

U5

U10

U15

 

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