Ruhla

Auster von Eisenach

Muskowit von Ruhla

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Letzte Änderung:

02.03.2014

Bergbau04

RUHLA

und Umgebung

Bergbau04
SL706510

1. ) Zur Geologie

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Zur Geologie im Raum Ruhla

+ Im Großraum Ruhla wird die Geologie im wesentlichen von dem variszisch geprägten Ruhlaer Kristallin dominiert.

+ Innerhalb dieses “Kristallins” stehen metamorphe Gesteine im Vordergrund. Hauptsächlich sind es : Phyllite, Glimmerschiefer,Gneise , Quarzite und Amphibolite. Im südöstlichen Raum herrscht der Ruhlaer Granit vor. Er drang später in diese metamorphen Gesteine ein.

+ Mineralien aus diesem Ruhlaer Kristallin konnte ich erst beim großen Kanalbau 2003 / 2004 sicher stellen. Oberflächlich gibt es nur: Muskowit, Granat, Turmalin und Amphibole. Der Granit selber ist arm an Mineralien. Hier wäre nur zu nennen : Schörl und Uranglimmer.

+ Außerhalb des “Kristallins”  existieren noch die Rhyolithe der Rotliegendzeit. Einmal westlich gesehen, die Rhyolithe der Schillwand und Gollert. Sie stammen aus der ältesten Formation des Rotliegenden und haben nur ein paar kleine Quarzkristalle zum Sammeln. Die östlichen Rhyolithe sind zwar auch aus der Gehrener Formation, sind aber vom Aussehen und der Zusammensetzung her,  völlig verschieden. Dies äußert sich auch in den oft gesuchten “Schneekopfkugeln” . Diese kommen nur hier im östl. Teil vor, z.B.  Meisenstein.

+ Im Raum Winterstein liegen die Sedimente der Rotliegendzeit offen zu Tage. So zu sagen links und rechts des Emsetals finden sich Sandsteine und Konglomerate. In “Ihnen” eingeschaltet sind natürlich auch die Vulkanite dieser Zeit. Das können sein: Rhyolithe, Andesite und Basalte.

+ Im nördlichen Teil des Raumes Ruhla stehen die Sedimente der Zechsteinzeit an. Zwischen Thal - Seebach- Schmerbach   kommen so vor: Riffkalk ( Wartberge - Ebertsberge- Spitziger Stein );Kupferschiefer  ( Schmerbach ); Letten und Gips (Kittelsthal- Goldberg ).

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Die eigentlichen “Lieferanten” der schönen Stufen von Ruhla sind Mineral- und Erzgänge, die einem Netz von Störungszonen oder Verwerfungen folgen. Über 75 % dieser Gänge folgen einem verlauf von nornordwest nach südsüdost. Also fast parallel wie der eigentliche Verlauf des Thüringer Waldes. Was auch bekannt ist, ist die Tatsache des regen Bergbaues um Ruhla herum. Insgesamt zähle ich heute noch 13 lokale Gebiete von Ruhla zum Bergbau. Sechs oder sieben davon haben nur Eisenerz abgebaut. Zwei oder drei davon nur Mangan. Ebenfalls 2 / 3 Bergbauorte nur Schwerspat. Viele dieser abgebauten Erzgänge liegen direkt im Ruhlaer Kristallin ohne “Anbindung” an eine Störungszone und hatten in der Regel nur Quarz ( Gangmittel) und hochreinen Hämatit ( Roteisenerz ) .Ich persönlich sage zu diesen:  Typ 1. Diese waren aber von der Ausbeute oft klein und hatten eher eine untergeordnete Rolle gespielt. Die größeren Erzgänge hatten auf jeden Fall mit Verwerfungen zu tun und sind auch dementsprechend an einer Abscheidungsfolge der Minerale gebunden. In der Regel sind es Schwerspatgänge wie wir sie vom Schmalkaldener Raum her kennen gelernt haben. Ich sage zu diesen : Typ 2 Je nach örtlichen Begebenheiten können da vorhanden sein: CALCIT / DOLOMIT/  SIDERIT / ARAGONIT / ANKERIT / BARYT / FLUORIT / CHALKOPYRIT / PYRIT / MALACHIT / LIMONIT / GOETHIT / HÄMATIT /  PYROLUSIT / Kryptomelane .

Folgende Bergbaugebiete zähle ich zu Ruhla:

1.) Breitenberg = Typ 1  2.) Grube Friedenstein = Typ2  3.) Hintere Nesselrain = Typ 2  4.) Kirchberg = Typ 2  5.) Wasserberg = Typ 2  6.) Mühlrain = Typ 2  7.) Bergstieg = Typ 2  8.) Alte Ruhl = Typ 1  9.) Dornsenberg = Typ 1  10.) Mittelrain = Typ 2  11.) Engestieg/ Klosterwiese = Typ 1  12.) Bermer/ Caolinenhöhe = Typ 1  13.) Ringberg = Typ 1 und 2

Besonderheiten:

1.) Im Riffkalk von Thal und Seebach konnten schon mehrmals Fluoritkristalle beobachtet werden. Aber nur dort wo auch die Fossilien sind und in unterschiedlicher Konzentration. Wie und wann diese gebildet wurden, stellt noch ein kleines Rätsel da.

2.) Kleine Ebertsberg. Die berühmte Fundstelle für TIROLIT stellt ebenfalls noch zu viele Fragen. Es ist kein eindeutiger Mineralgang zu verfolgen, aber eine starke Vererzung des hier anstehenden Gneises

Mehrere Generationen von Baryt vom Mühlrain

Baryt-Quarzgemisch

Baryt-Quarzgemisch vom Mühlrain

2. ) Zu den Mineralien

Die Minerale des Ruhlaer Kristallin

In diesem speziellen Teil geht es um Minerale die ausschließlich aus dem Ruhlaer Kristallin stammen und eigentlich fast alpinen Charakter haben!

2.1. ) Alte Aufnahmen

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Zur Galerie bitte Wort Ruhla1 anklicken!

Die Aufnahmen in der Galerie Ruhla1 sind in der Regel Micromount

Ihr Inhalt: Aktinolith / Albit / Brookit / Byssolith / Epidot / Klinozoizit / Malachit / Millerit / Muskowit / Plagioklas / Prehnit / Pyrit / Turmalin

Die typischen Minerale

In diesem Teil werden die ganz normalen Minerale gezeigt die aus Bergbautätigkeiten stammen

 

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