Tabarz

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Letzte Änderung:

16.06.2012

Bergbau04

Steinbruch Tabarz

Bergbau04
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Blick vom nördlichen Teil des Steinbruches hinüber zum Gr.Inselsberg

Vorab eine wichtige Information:

Das Betreten des Steinbruches ist strengstens Verboten!

Hartsteinwerk Tabarz Fritz Neuland GmbH & Co. Natursteinvertrieb KG

Inselsbergstr. 123

99891 Tabarz

Tel: 036259 62328

1. Zur Geologie

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Vereinfachte geologische Karte aus der Umgebung des Steinbruches. Sie soll nur darstellen in welchen komplexen Einheiten der Bruch damals angelegt wurden ist. In den Sedimenten der Goldlauter Formation sind einige gangartige Stöcke von verschiedener Zusammensetzung eingedrungen oder zeitgleich ausgebrochen. Viele dieser Stöcke sind oft nur wenige Dezimeter stark, aber dafür viele Kilometer lang.!

Beschreibung der Karte:

1.= Goldlauter Formation : Konglomerate, Sandsteine und feine Siltsteine

2.= Oberhof Folge, Untere Vulkanite : Rhyolith, Typ. Inselsberg- Heuberg, intrusiv, lagerhaft

3. = Oberhof Folge, Untere Vulkanite : Rhyolith, Typ. Breitenberg - Hübelkopf u.s.w., intrusiv, lagerhaft

4.= Oberhof Folge, Untere Vulkanite : Rhyolith, Typ. Datenberg, gang bis stockförmig

5.= Gehren-Gruppe, Vulkanite der Ilmenau-Folge: Rhyolith, Typ. Meisenstein- Schillwand- Haderholz, subeffusiv

6. = Oberhof Folge, Untere Vulkanite : Trachyandesit, teils Felsit, gangartig, Typ. Leuchtenburg

7. = Oberhof Folge, Untere Vulkanite : Basalt, gang-stockförmig

8. = Lage des Bruches

2. Zur Mineralogie

1.Sohle

Nach all den Jahren des Suchens im Steinbruch Tabarz erscheint es mir langsam wichtig zu werden, mal alle dort gefundenen Minerale aufzulisten und “Sie” einer Paragenese zuzuordnen.

Stark vereinfacht gab und gibt es eigentlich nur folgende Typen:

1.) alte an die Grundgesteine gebundene Mineralgänge, z.B. Pyrit, Hämatit, Zeolithe?

2.) Mandel -und Blasenräume in den Rhyolithen

3.) Neue Mineralgänge aus Calcit oder Baryt

CALCIT

Calcit ist hier das bestimmende Hauptmineral. Bis heute konnte ich fünf verschiedene Habitus erkennen. Markant ist oft der Flächenreichtum der Kristalle.

1.) Gangart überhaupt von Millimeter bis 20cm breite. Stets weiß, klein- bis grobspätig mit Riesenkristallen bis über 5cm im Gefüge. Die Kristalle selber wuchsen hier meist zu den Salbänder hin und dann bis 3cm Größe. Die meisten sind weiß wobei auch klare,gelbgrüne, grüne, braune und schwarze xx gefunden wurden. In der Ausbildung der Kristalle überwiegt der Anteil der spitzpyramidalen-skalenoedrischen Formen. Einfache rhomboedrische sind ganz selten , wie die wenige Funde von dicktafligen xx     ( hier bis 1cm ! ). Je kleiner die Kristalle um so durchsichtiger wurden sie auch. Viele Calcite werden von Hämatit begleitet oder sind sogar ganz aus diesen. In zerhackten und gesplitteten Gesteinspartien auch feinste Adern von Calcit und hier finden sich die Kristalle oft an den Enden hin. Es sind auch 2 oder 3 Generationen bekannt die einer Paragenese sitzen. Die Calcitgänge sind im Streichen völlig unbestimmt, je nach Klüftung des Gesteins. Mit eigenen Auge konnte ich bis heute nur einen Gang im “Anstehenden” sehen und der verlief ca. NW- SE, also typ. herzynisch und fiel mit ca.70-80 gegen West ein.

2.) Seltene Ausbildung in ehemaligen Mandeln von typ.      Fischbach. Große “ Eier “ die dann ausgekleidet waren mit   Calcitnadeln. Nach innen wachsend.

 

Adern im Basalt

 QUARZ:

1. Als Gangart in fester weiß/grauer chalcedon- ähnlicher Form in   langanhaltenden Gängen von wenigen Millimetern bis 1,5cm       dicke. Meist zusammen mit Hämatit.

2. Als Mineralausblühungen in Calcit/Barytgängen wo der Quarz    immer als erstes da wahr ( Salbänder ). Von kristallklar über       weiß hin zu bräunlich ( mit Amiant- ähnlichen Büscheln im        Kern! ). Oft gibt es Calcitgänge mit entsprechenden Kristallen     wo der Quarz ganz zum Schluss der Abfolge nochmals in die      Gangmitte zu Auflösungserscheinungen mit hauchdünnen         Kristallen - oder Chalcedon- ähnlicher Masse beitrug. Selten in     form von radialstrahligen Aggregaten . Freie Nadeln sind oft       unter 1mm dünn aber 5-6mm lang.

3. In Mandel-ähnlichen Hohlräumen des Basaltes als  feinkristalline dichte Masse von weiß bis violett ( Amethyst ) oder in schönen Kristallen bis 1,5cm Größe ( klare xx bis weißexx )

4. Als normale rhyolithische Restkistallisation in den dunklen      Gesteinen des typ “ Leuchtenburg”. Hier und da in braunen Kristallen vorliegen ( max. 6mm ).

Quarzei
Quarzei

Bildergalerie mit über 30 Fotos von Calciten aus dem Steinbruch Tabarz

Calcit

BARYT

Baryt kommt hier selten vor und wenn konnte über viele Jahre ein Hauptgang verfolgt werden. Sein Streichen wahr ca. NW - SE. Er verlief über 20 m auf der 2.Sohle und konnte auf der 1. Sohle ausstreichend gesichtet werden. auf der 3. Sohle fand ich Ihn nicht mehr. Er war ca. 10-15cm breit, rein weiß und grobspätig mit dazwischen sitzenden Calciten. Zu den Salbändern hin tauchte der Quarz auf. Meist als kleine klare Kristalle. In den Zwickeln vom Baryt gab es hier und da Chalkopyrit mit oxid. Cu-Mineralen. Echte Barytkristalle gab es in zwei Formen: 1. - weiße Tafeln die in den Klüften gewachsen sind und 2. klare durchsichtige Blöcke auf den Kontaktflächen zum Nachbargestein. Ihre Größe reichte bis 7mm.. Einzelne Barytgänge sind als Nebentrum zu betrachten und waren von wenigen Millimeter dicke. Auf der 1.Sohle konnte ich nochmals einen finden im Bereich Ecke O - SO.Er wahr über 10cm breit und im Wesentlichen stark zertrümmert mit Gesteinsfragmenten.

Bildergalerie mit 7 Fotos von Barytkristallen aus dem Steinbruch Tabarz

Baryt

Baryt
Ba-Konglo

Karbonate

Andere Karbonate sind bis vor kurzen nicht gefunden wurden. Im Jahr 2011 fand ich innerhalb des Barytkonglomerates konz. schalige braune Aggregate die mich an Siderit / Angerit erinnern. Im Kernbereich des Konglomerats zeigten sich nur dünne braune Adern, die sich zusehends dicker machten, bis Sie 1cm erreichten.

Hä.-Quarzgang

Erze und andere Minerale

Auch nach jahrelangen Suchen im Basalt des Bruches konnte ich keine Zeolithe finden. Nur in einem Fall könnte man sagen es sind : rosafarbener Analcim und tonnenförmiger Thomsonit.

weitere Minerale:

1. Pyrit = als Butzen u.Flatschen zusammen mit Quarz. gelegentlich auch als schöne glänzende gestreifte Würfel bis 5mm Größe. Alle zusammen nur im Basalt!! aber nie mit anderen Mineralen

2. Hämatit= stark vertreten im Bruch, meist als kleinste Tafeln in Millimeterbereich. Manchmal mit Quarz zusammen in kleinen Klüften mit schönen xx, blättrige Rasen bis 20 x 20 cm und 2-3mm xx.

3. Sulfide= einige sind als Hieken im Baryt vorhanden. Meist als Chalkopyrit. Diese sind oft durch äußere Einwirkungen umgewandelt zu Malachit oder Chrysokoll?. In einem Fall konnte ich Chalkopyrit in guter Qualität zusammen mit Quarz finden. Im Calcit bis heute überhaupt nicht!! Im Jahr 2011 konnte ich großflächigen Türkis finden , der zusammen mit Quarz und Hämatit vorkam.

 

Zeolithe?
Chalkopyrit
Pyrit Chrysokoll
Unbekannt

 

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